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Paul Reber AG
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  Glossar: Seilwinde

 

Seilwinde HY

REBER-Seilwinde
Typ HY

 

Eine Seilwinde ist eine mechanische Vorrichtung zum Auf- oder Abspulen von einem Seil. Am Ende vom Seil kann eine Last befestigt und gezogen werden. Für schwere Lasten werden meistens Stahlseile oder neuerdings Faserseile verwendet. Bei den REBER-Forstseilwinden wird ein Drahtseil mit einem Durchmesser von 9 bis 16 mm (je nach Typ) verwendet. Die Zugkraft kann mittels eines Flaschenzuges gesteigert werden.

In seiner einfachsten Form besteht die Seilwinde aus einer Trommel und einer Handkurbel. Grössere Ausführungen kommen z.B. bei Kränen, Abschlepp-Fahrzeugen, Löffelbaggern, Aufzügen oder Forstarbeiten zum Einsatz. Aufwendigere Seilwinden werden über Zahnräder angetrieben. Der Antrieb kann

  • mechanisch (Verbrennungsmotor)
  • elektrisch
  • hydraulisch
  • pneumatisch

oder auch Muskelkraft sein. Es gibt Seilwinden mit mechanischer (z.B. Sperrklinke oder Bremsband) und magnetischer Bremse.

 

Seilwinde 1945

Seilwinde ca. 1945, angetrieben durch Dieselmotor (4 PS)

 

Das Seil rollt sich selbstständig nebeneinander auf, sofern die freie Strecke vor der Seiltrommel genügend lang dimensioniert ist. Bei kompakter Bauweise kommt eine zusätzliche Seilführung zum Einsatz, welche dafür sorgt, dass das Seil ordentlich und gleichmässig aufgerollt wird. Bei den REBER-Seilwinden sind dies der Schwenkarm und der Seildrücker.

Das Seil wird üblicherweise auf der Trommel aufgewickelt die zugleich das Seil zieht. Eine Konstruktion, bei welcher das Seil nicht von der Trommel gezogen wird, nennt man Seilspill. Bei Standard-Seilwinden wird die Zugkraft der Trommel direkt auf das Seil übertragen. Zu berücksichtigen ist, dass die Zugkraft mit der Anzahl der Lagen auf der Seiltrommel abnimmt. Sie ist vom Antriebsdrehmoment und dem Radius der Seiltrommel (Hebelarm) abhängig.

 

Mooring Seilwinde auf Schiff

Mooring-Seilwinde auf
einem Schiff

 

Anwendung

Nebst industriellem Gebrauch finden sich Seilwinden bei Autos, Schiffen oder Segelflugzeugen. Mehrere Winden finden sich auf nahezu jedem Boot oder Schiff (Winsch genannt) um z.B. den Anker einzuziehen oder die Segel zu setzen.

Häufig finden sich Seilwinden auch hinter der Bühne bei grossen Theaterproduktionen um z.B. Kulissen zu verschieben. Dabei sind die Winden oft im Bühnenboden versenkt. Weitere Anwendungen sind:

  • Mehrzweckzug (Habegger)
  • Fahrzeugbergungen der Feuerwehr
  • Rettungshubschrauber
  • Pistenfahrzeugen
  • Eisenbahnbetrieb

 

Konstruktionsschiff "Balder"

Konstruktionsschiff
"Balder"

 

Geschichte

Die früheste schriftliche Erwähnung über Seilwinden stammt von Herodot von Halikarnass. Nach seiner Beschreibung wurden bereits im Jahre 480 vor Christus hölzerne Seilwinden benutzt, um die Seile einer Pontonbrücke über den Hellespont zu spannen.

Die grösste elektrisch angetriebene Seilwinde befindet sich auf der „Balder“, einem Tiefsee-Konstruktionsschiff. Diese Winde hat einen Durchmesser von 10.5 m und 275 MT.

Je nach Anwendung kann anstelle einer Seilwinde auch eine Spillwinde eingesetzt werden. Das Seil wird dabei nicht über die Trommel, sondern per Spillscheibe gezogen.

 

Verwandte Links:

Seilwinde REBER HY 150/500

Seilwinde REBER HY 350/2000

REBER-Seilwinde Serie P (mechanisch)

REBER-Seilwinde Serie HY (hydraulisch)

PDF Seilwinde P Technische Daten REBER-Seilwinde P (PDF)

PDF Seilwinde HY Technische Daten REBER-Seilwinde HY (PDF)

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Übersicht Glossar

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